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Immer mehr Menschen werden heute alt, ohne in tragende familiäre Strukturen eingebettet zu sein.Mit abnehmender Mobilität leiden sie zunehmend an mangelnden sozialen Kontakten.In der Vernetzung der sozialen Kontakte liegen die die Chancen einer gemeinsamen Energiebündelung gegenseitiger Hilfe.
Der spanische Cellist Pablo Casals, der selbst sechsundneunzig Jahre alt wurde, hat das Passende dazu gesagt: „Alter ist überhaupt etwas Relatives. Wenn man weiter arbeitet und empfänglich bleibt für die Schönheit der Welt, die uns umgibt, dann entdeckt man, dass Alter nicht notwendigerweise Altern bedeutet.“
Arbeit und Leben in der geplanten Einrichtung beruhen auf dem anthroposophischen Menschenbild Rudolf Steiners, das den Menschen in seiner individuellen Einheit als physisches und seelisch- geistiges Wesen würdigen und fördern will.
(Auszug aus unserem Leitbild)
Zur Geschichte des Vereins Anders alt werden
Der Verein besteht seit 1999 und hatte sich zunächst zum Ziel gesetzt, eine eigene Einrichtung für Wohnen und Pflege im Alter zu etablieren. Im Jahr 2010 hat sich der Verein den veränderten Realitäten angepasst und neue Ziele entwickelt, was sich schließlich in einer neuen Satzung und einem neuen Vorstand niedergeschlagen hat.
Unsere Ziele
- Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich. Ihnen will der Verein in Zukunft gerecht werden.
- Die Menschen wollen ihr Leben auch im Alter zunehmend selbst gestalten. Darin will sie der Verein unterstützen.
- Der Mensch entwickelt sich. Der Verein will ihn in der letzten Lebensphase begleiten und in seiner Entfaltung fördern.
- Lösungen suchen, Menschen aus der selbst gewählten Isolation heraus zu führen und ihnen Angebote für ein Gemeinschaftsleben zu machen
- Informationen und Entwicklung von Wohnformen im Alter
- Entwicklung eines niedrigschwelligen Angebots (hierauf aufbauend: ambulante Pflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege)
- Spirituelle Sterbebegleitung
Unsere Angebote
- Veranstaltungen (z.B. Wochenendseminar mit Frau Christel Kaul 2010)
- Schulung zum Thema „Seniorenbegleitung“ 2011
- Seminar zur Biographiearbeit im Jahr 2012 geplant
- Kulturelle Veranstaltungen (z.B. Fahrt nach Hombourg-Haut, Besuch der Keltenausstellung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte)
- Regelmäßige Treffen in Arbeitsgruppen zu altersspezifischen Themen
- Informationen auf dem Boden eines ganzheitlichen Menschenverständnisses zu einer anthroposophischen Pflege und Medizin
- Ehrenamtliche Tätigkeiten wie Fahrdienste und andere Unterstützungen im Alltag
Berichte
Wochenendseminar 2010 Für das Wochenendseminar am 22. und 23. Oktober 2010 konnte Frau Christel Kaul von der Einrichtung „Marthashofen“ für das Seminar gewonnen werden. Frau Kaul verfügt über eine 30-jährige Erfahrung in der Altenpflege und war lange auch als Ausbilderin für Altenpfleger tätig. In ihrem Abendvortrag erläuterte Frau Kaul den etwa 35 Zuhörern kurz das anthroposophische Menschenbild, aus dem sich eine andere Begegnung mit älteren Menschen als in herkömmlichen Einrichtungen für Senioren ergibt. Die Menschenwürde, die Erhaltung und Achtung der Individualität stehen im Umgang mit dem alten Menschen im Vordergrund. Sie ging auch darauf ein, dass viele Menschen heute nach Alternativen suchen, wie sie möglichst lange selbstbestimmt und aktiv im Alter leben können. Am Samstag gab Frau Kaul Anregungen zur Biographiearbeit und machte mit den etwa 20 Teilnehmern des Seminars auch ein paar konkrete Übungen, die wohltuend und harmonisierend für ältere Menschen sein können. Neben den mehr theoretischen Blöcken des Samstagsseminars gab es auch künstlerische Kurse, die von allen Beteiligten als belebend und interessant empfunden wurden.
Im „Dialogischen Malen“ mit Frau Elke Görgen gestalteten jeweils zwei Seminarteilnehmer ein gemeinsames Bild, das anschließend in der Gruppe erläutert wurde.
Die Phantasie und die Bewegungsfreude wurden von Frau Christina Schupp-Traut in verschiedenen Übungen und Tänzen zum Thema „Herbst“ angeregt. Auch hier war es schön zu erleben, mit welcher Freude sich die Teilnehmer auf die Bewegungen einlassen konnten. Rückblickend war bei allen Beteiligten der Wunsch entstanden, solche Veranstaltungen öfter durchzuführen.
Kulturelle Veranstaltung 2011 Am Sonntag, 9. Oktober, besuchte eine Gruppe unseres Vereins das Festival International Theodore Gouvy in Hombourg-Haut. Es war wieder ein überwältigendes Erlebnis, das Orchestre National de Lorraine unter der Leitung von Jacques Mercier zu erleben. Es begann mit der Symphonie D-Dur von Georges Bizet, einer heiteren und beflügelnden Sinfonie, die in der Stephanus Kirche akustisch beeindruckend erklang. Danach ein Violinkonzert in G-Dur von Le Chevalier de Saint-George, dem sogenannten „schwarzen Mozart“. Denis Clavier, ein begabter Solist, ließ seine Violine wundervoll erklingen. Nach einer Pause erklang die 2. Sinfonie in F-Dur von Theodor Gouvy, gewaltig und großartig.
Anschließend ging die Gruppe gemeinsam in die Hell Kuch, um dort ein schmackhaftes Diner einzunehmen. Alle waren sehr begeistert von dieser Ausflugstour und es ist klar, im nächsten Jahr sind sie alle wieder dabei!
Schulung 2011/2012 Wir haben einen Aufbaukurs für Seniorenbegleiter im Alltag in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt entwickelt, der seit dem 21. Oktober 2011 in den Räumen der Christengemeinschaft stattfindet.
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19.05.2012
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